New Work – wie ändert sich die Arbeitswelt? Das war der Titel des diesjährigen VUF-Tags.

Zum ersten Mal wurde der Jahresanlass des Vereins Unternehmensführung – bisher bekannt unter Burgdorfer-Tag- nicht in Burgdorf, sondern in Bern durchgeführt. Auch der VUF passt sich den ändernden Rahmenbedingungen an und nicht nur die Arbeitswelt.

In gemütlicher Atmosphäre konnten die rund 30 Anwesenden viel Neues und Konkretes zum Thema New Work erfahren.  Bereits die erste Referentin Dr. Sabrina Schell (sabrinaschell.de) hat klar gemacht, dass bei New Work nicht wirklich alles neu ist, sondern viele bekannte Elemente neu kombiniert wird. Den Teammitgliedern wird mehr Wahlfreiheiten gegeben, aber von Ihnen auch mehr Entscheide eingefordert.  Viele können mit diesen Freiräumen umgehen. Am meisten Mühe haben aber meistens die Führungspersonen, denn sie haben weniger Einfluss oder werden gar nicht mehr gebraucht. Sabrina Schnell hat auch ganz klar gemacht, dass New Work keinen Selbstzweck hat, sondern ganz im unternehmerischen Sinne dazu dient, die Performance jedes Einzelnen und des Teams zu verbessern.

Dr. Ina Goller (www.skillsgarden.ch) hat über die Wichtigkeit der psychologische Sicherheit (https://psych-safety.org/) in Teams gesprochen.  Die Zusammenarbeit in Teams funktioniert häufig nicht: Über 70% äussern sich in einem Teammeeting nicht, weil sie Angst haben sich zu blamieren. Noch krasser: 42% behalten eine Idee für sich, weil ein anderer im Unternehmen davon profitieren könnte. Das ist doch Verschleuderung von Ressourcen!  Ohne ein gegenseitiges Vertrauen ist es nicht möglich einen Veränderungsprozess anzugehen. Entscheidend ist, dass alle Teammitglieder ernst genommen werden und sich einbringen (müssen) und nicht in einer passiven Rolle verharren können. Und dass dominante Personen im Team etwas zurückgebunden werden.  Und für Chefs ein Tipp: 2 mal häufiger Fragen als Antworten.  Denn die Antworten haben die Teammitglieder, denn sie kennen die Materie oft besser als die Chefs. Und oft kosten die von den Mitarbeitenden eingebrachten Prozessverbesserungen gar nichts!

Das war der Übergang zum Feuerwerk von Ruggero Crameri (www.crativ.gr ) . Er ist der Macher und zeigt, wie mit einfachen Tricks die Mitarbeitenden zu einer Transformation von unten angespornt werden können.  Das Wissen und Können ist in der Regel vorhanden. Nur das Dürfen fehlt oft, da sich das Management dessen gar nicht bewusst ist und dies direkt oder indirekt verhindert.  Also einfach die Personen suchen, die Pioniere sind und sich getrauen einfach etwas anzupacken.  Dies dann dazu animieren, weitere Personen einzubeziehen und so weiter.  «Eifach Mache» und das innere Feuer entfachen, damit es zum Feuerwerk wird! Das geht sogar bei Grosskonzernen. Da ist so viel Wissen vorhanden, dass es nicht noch externe Berater braucht. Höchstens als Coach, der sich möglichst wieder aus dem Staub macht, wenn das Feuer entfacht ist.

Viel Inspiration und konkrete Anregungen für die Diskussion unter den Teilnehmenden! Unser abtretender Präsident Ernst Aschi Hegg hat ein tolles Buffet mit Speiss und Trank organisiert.  Bis spät in die Nacht wurde in gemütlicher Runde intensiv diskutiert. Für unseren neuen Präsidenten Mathias Siegenthaler ein toller Einstieg, denn auch half bis am Schluss beim Aufräumen.  Wir leben beim VUF konsequent New Work!

Pol Budmiger, Vizepräsident VUF

 

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